Wilanów-Palast in Warschau: Das polnische Versailles

Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten und größten Touristenmagneten in Polens Hauptstadt Warschau gehört der Wilanów-Palast. Aufgrund seiner architektonischen Vielfalt und der detailversessenen Facetten wird der imposante Bau auch als „das polnische Versailles“ bezeichnet. Wer Warschau besucht, sollte sich dieses Highlight nicht entgehen lassen.

Wilanów-Palast in Warschau

Der Wilanów-Palast in Warschau gilt als polnisches Versailles. (Bild: Mrksmlk/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0 PL)

Wilanów-Palast als beeindruckender Bau

Der Palast wurde Ende des 17. Jahrhunderts nach einem Auftrag des Königs Jan III. Sobieski errichtet und befindet sich am südlichen Ende des Warschauer Königsweges. Besonders bemerkenswert sind die aufwendige barocke Verzierung mit Büsten aus der römischen Geschichte sowie die mit landesgeschichtlichen Bezügen versehenen Reliefs am Bau. Die innere Gestaltung des Palastes stützt sich ebenfalls auf barocke Stilformen, die mit Elementen des Rokoko und des Klassizismus ergänzt werden.

Für die Öffentlichkeit zugänglich sind eine imposante Bibliothek, dazu das große Esszimmer sowie die privaten Gemächer des Königs, in denen sich noch die original erhaltenen Möbel befinden. Das im Etruskersaal befindliche Potocki-Museum beherbergt zahlreiche antike Skulpturen und Gemälde aus der Sammlung der gleichnamigen Familie.

Mausoleum Potocki in Warschau

Das Potocki-Mausoleum (Bild: gemeinfrei/Wikipedia)

Großes Areal mit besonderem Flair

Der Palast selbst wird von einem großzügig angelegten Park ergänzt. Gestaltet im Stile eines barocken Areals aus dem 17. Jahrhundert ist der immerhin 43 Hektor große und mit deutsch-italienischen Einflüssen versehene Park ein von Einheimischen und Touristen gern genutztes Gebiet zum Flanieren. Der Palastgarten besitzt außerdem eine Orangerie und einen chinesischen Pavillon im Englischen Park, der ebenfalls Sarkophage der Schlosseigentümer und Obelisken beherbergt. Auch der Rosengarten im Stile der Neorenaissance ist sehenswert.

Besonders beeindruckend ist das Potocki-Mausoleum, ein neogotisches Grabmal, wo Besucher eine Fülle antiker Figuren aus der Sammlung der Potockis bestaunen können. Die großzügige Anlage des Gesamtareals geht zurück auf König Jan III. Sobieski. Nach dessen Tod residierte bis zum Jahr 1700 August der Starke in der Anlage. Damals war der Palast weit bekannt und berühmt für seine ausschweifenden Feste.

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