Polnische Sprachfamilie

Die polnische Sprachfamilie ist sehr vielfältig und mit zahlreichen Verzweigungen versehen. Die polnische Sprache selbst ist eine slawische Sprache, bzw. genauer eine westslawische Sprache. Daher fällt sie unter die sogenannten lechischen Sprachen, die sich wiederum in mannigfaltige Dialekte gliedert.

Regionen und Verbreitung

So hat auch die polnische Sprachfamilie viele verschiedene Varianten und Dialekte hervorgebracht. Diese werden in ganz unterschiedlichen Regionen gesprochen und besitzen einen unterschiedlichen Verbreitungsgrad.

In der Regel unterscheidet man heute zwischen sechs verschiedenen polnischen Dialekten. Diese Einteilung geht zurück auf den polnischen Sprachwissenschaftler Stanisław Urbańczyk, die dieser Mitte des 20. Jahrhunderts vorgenommen hat.

Die sechs verschiedenen Dialekte der polnischen Sprachfamilie

Als Erstes ist das Kaschubische zu nennen, das heute im Raum um Danzig gesprochen wird. Es gilt nicht immer mehr als Dialekt der polnischen Sprache, sondern eher als eigenständige Sprache innerhalb der westslawischen Sprachen.

Dann gibt es den Großpolnischen Dialekt, der in Posen und Umgebung gesprochen wird sowie den kleinpolnischen Dialekt, der vor allem überwiegend im Süden Polens verbreitet ist.

Polnische Dialekte

Polnische Dialekte nach Stanisław Urbańczyk (Bild: Aotearoa/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

Bekannte Dialekte und Lehnwörter

Zudem existiert das bekannte Schlesische, das in Schlesien gesprochen wird, also auch im Oder- und Weichselgebiet. Durch die Nähe zu Tschechien und gerade zu Deutschland gibt es im Schlesischen viel mehr Lehnwörter aus dem Tschechischen und einige Germanismen, die in den sonstigen polnischen Dialekten nicht anzutreffen sind.

Zu guter Letzt gibt es in der polnischen Sprachfamilie das Masowische, welches in Masuren und Masowien, als auch in der polnischen Hauptstadt Warschau, beheimatet ist.


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