Polnische Persönlichkeiten: Maria Curie

Maria Skłodowska-Curie, geboren am 7. November 1867 in Warschau, erlangte als eine der ersten Frauen in der naturwissenschaftlichen Forschung Weltruhm. Im Jahr 1898 entdeckte Marie Curie die Radioaktivität des Thoriums. Gemeinsam mit ihrem Mann, Pierre Curie, gelang es ihr, aus Uranpechblende ein neues Element zu isolieren.

Zu Ehren ihrer Heimat nannte sie es Polonium. Unmittelbar darauf wies Marie Curie Radium nach. Wenig später sorgte sie mit der Gewinnung und Reindarstellung von einem Zehntel Gramm Radiumsalz für Aussehen. Mit dem Verweis auf das wissenschaftliche Ethos verzichtete sie auf das Patent.

Marie Curie – Erfolge als Wissenschaftlerin

Im Jahr 1903 erhielt Maria Skłodowska-Curie mit Pierre Curie und Henri Becquerel für die Entdeckung der künstlichen Radioaktivität den Physik-Nobelpreis. Acht Jahre später vergab die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften den Nobelpreis für Chemie an Maria Skłodowska-Curie, für die Entdeckung der Elemente Radium und Polonium. Zu dieser Zeit lehrte und forschte Marie Curie an der Pariser Sorbonne.

Marie Curie bei der Standard Chemical Company (Bild: gemeinfrei/Wikipedia)

Nach dem Tod ihres Mannes hatte sie 1906 dessen Lehrstuhl übernommen. Es ist einzigartig in der Geschichte der Vergabe des Nobelpreises, dass auch die Tochter eines berühmten Forscherpaares ausgezeichnet wurde. Irène Joliot-Curie gewann mit ihrem Mann Frédéric Joliot-Curie für die Synthese von neuen radioaktiven Elementen den Nobelpreis für Chemie im Jahr 1935.

Forschungsergebnisse in der Praxis eingesetzt

Während des 1. Weltkrieges organisierte Marie Curie gemeinsam mit ihrer Tochter Irène die ambulante Versorgung der Feldlazarette mit Röntgenwagen, sie saß mitunter selbst am Steuer dieser Fahrzeuge. Ihre Kriegserlebnisse schrieb sie in dem Buch „La radiologie et la guerre“ nieder.

Marie Curie starb am 4. Juli in Sancellemoz in der Schweiz an Blutkrebs, vermutlich an den Folgen ihrer Arbeit mit radioaktivem Material.


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