Polnische Symbole

Jeder Staat hat Symbole, die ihn kennzeichnen. So ist es auch in Polen. Hier spielt vor allem die wechselvolle Geschichte eine große Rolle. Das ehemalige Königreich Polen wurde im 18. Jahrhundert durch benachbarte Großmächte geteilt und die Nationalidentität dadurch stark unterdrückt. Dasselbe Schicksal ereilte das Land nach 1945, als große Teile an die damalige Sowjetunion fielen. Deshalb legen die Polen heute auf nationale Symbole ganz besonderen Wert.

Königsburg in Krakau

Polnische Symbole von Kultur und Staatsgeschichte sind die Gebäude der Wawel, die Königsburg in der alten Hauptstadt Krakau. Im Königsschloss residierten viele Jahrhunderte die polnischen Herrscher, bevor Warschau als Residenz bevorzugt wurde. Die Wawelkathedrale ist Grabstätte der polnischen Könige. Hier wurde unter anderem auch August der Starke bestattet, der bis 1733 König in Polen war.

Königsburg in Krakau (Bild: CCat82 - Fotolia)

Viele Könige haben prunkvolle Grabmäler, manche ließen sich in architektonisch interessanten Kapellen bestatten. Die 1520 gegossene Sigismundglocke war lange Zeit die größte Glocke Polens. Ihr Läuten gilt als Symbol dafür, dass es dem Land gut geht. Im 20. Jahrhundert gab es zahlreiche Planungen, den Wawel zum Sitz des polnischen Parlamentes zu machen. Sie wurden nicht verwirklicht.

Polnische Symbole in Rot und Weiß

Die jetzige polnische Flagge gibt es erst seit 1997 in der jetzigen Gestaltung. 2004 wurde der 2. Mai offizieller polnischer Flaggentag. Die Nationalflagge ist horizontal in zwei gleich große Felder geteilt. Das obere Feld ist weiß, das untere rot. Bei offiziellen Staatsanlässen zeigt die Flagge noch das Staatswappen in der Mitte des weißen Streifens.

Es stellt einen weißen Adler dar. Dieses Wappentier hat eine lange Geschichte. Bereits seit dem Beginn des 13. Jahrhunderts ist es auf den Wappen polnischer Herrscher zu finden.


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